„Heute ist morgen schon gestern.“ (Sprichwort)

Schrittweise zurück in einen anderen KiTaAlltag – noch eine „ganze Zeit“ KiTaArbeit in der Pandemie verantworten

Eine Praxishandreichung für Kommunen, Träger und Leitungen

Aus dem Shutdown und der Notbetreuung für Kinder von Eltern aus systemrelevanten Arbeitsfeldern schrittweise zurück in den KiTaAlltag zu kommen fordert Kommunen, Träger, Leitungen sowie Teams und die Elternschaft heraus

An Eckwerten zur Wiederaufnahme der KiTaArbeit fehlt es nun in den, sich ständig verändernden Verordnungen der 16 Bundesländer, nicht. Reduzierte Gruppengrößen, Fachkraft-Kind Schlüssel, veränderte Raumorganisation und Tagesabläufe mit Essen und Toilettengang in Schichten – alles mit erheblichen Auswirkungen auf die Pädagogik – reihen sich aneinander und versuchen die Vorgaben mit (Klein)Kindern 1,5 Meter Abstand einzuhalten, formal zu regeln.

Kann das alles sein?

Wie kann sich KiTa neu „erfinden“ zwischen den Grundsätzen frühkindlicher Bildung und den aktuellen Vorgaben zum Umgang mit der Pandemie?

Ist nicht geboten – wie immer, wenn wir etwas (wieder) neu anfangen, die Ausgangssituation der Hauptakteure in den Blick zu nehmen?

Was bringen Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte nach diesen langen 7 Wochen „mit“? Was haben sie in der Zeit erlebt und wie kann das Erleben Raum in der nun so anderen KiTaZeit erhalten? Wie können bewährte Beobachtungsverfahren päd. Fachkräfte genau jetzt in ihrer Wahrnehmung und ihrem Handeln begleiten? Wie können Teamstrukturen zur Auswertung und Rückversicherung des Beobachteten implementiert werden? Müssen neben der Einhaltung formaler Vorgaben nicht in erster Linie pädagogische und konzeptionelle Aspekte in den Mittelpunkt gestellt werden?

Für die Entwicklung eines Umsetzungskonzepts sind ALLE gefordert:

  • die Kommune, trägerübergreifend gleichrangige Bedingungen für Kinder, Eltern und päd. Fachkräfte im Blick zu haben;
  • der Träger, der gerade in einer Zeit der Krise und Verunsicherung seinem Namen alle Ehre machen kann – das Team mit intensiveren und veränderten Strukturen der verbindlichen Zusammenarbeit zu unterstützen, z.B. mit der Einsetzung eines „Corona-Teams“.;
  • die Leitungen mit ihrer besonderen Position als untere Führungsebene, als Vorgesetzte und als Ansprechpartnerin für junge Familien nun einen veränderten KiTaAlltag aufsetzend und zu führen.

Die Bedingungen vor Ort sind höchst unterschiedlich, so dass jeder Träger, unter Beachtung der Betreuungsformen und der örtlichen personellen und räumlichen Gegebenheiten, sein Umsetzungskonzept auf den Weg bringen wird. Einheitslösungen sind nicht dienlich!

Unsere kleine Praxishandreichung möchte Sie unterstützen diese Herausforderungen vorzubereiten und bewusst ein Umsetzungskonzept für Ihr Haus zu gestalten.

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Wir freuen uns Sie mit unseren Impulsen unterstützen zu können.

In den kommenden Wochen wollen wir die Handreichung unter Einbezug Ihrer Rückmeldungen fortschreiben und um einen Ideenpool mit Handlungsansätze aus der Praxis für die Praxis erweitern. Dazu lesen Sie dann zur gegebenen Zeit hier „mehr“.

Auch planen wir weitere Praxishilfen für das (Wieder)Ankommen und Sich-Eingewöhnen auf den Weg zu bringen.

Wir freuen uns über Ihr Feedback zur Anwendung der Praxishandreichung.

Kariane Höhn post@kariane-hoehn.de
unter Mitwirkung von Ingrid Schulz, Kressbronn Ingrid.Schulz@email.de